Angel und Joe hatten sich auf einer Diskussionsplattform leiden gelernt, sie hatten sich noch nicht bei einem Kaffe getroffen oder miteinander telefoniert. Ja, aber Rachel wusste, dass Joe, wie auch sie, in Berlin wohnte.
Eines Tages fragte Rachel Joe nun endlich ob sie sich treffen könnten. Der Treffpunkt war ein Internetcafé in der Stadtmitte. Rachel kam zum vereinbarten Zeitpunkt herein, sie sah aber niemanden, den sie sich, laut der Beschreibungen von Joe, vorgestellt hatte, außer vielleicht den verhassten Nachbarn aus demselben Wohnblock...was machte der denn hier?
Sie wartete einige Minuten, dann setzte sie sich an einen der Rechner. Einige Klicks und sie war im Forum. ER war online! Und hatte ihr geschrieben. „Na, wo bleibst du denn? Ich warte schon einige Zeit und ich sehe kein Mädchen, dass dir ähnlich erscheint.“
Oh, Mist, wie hatten sie bloß vergessen können Fotos auszutauschen? Ihr Herz schlug bis hinauf in die Ohren, als sie ihm nun eine Antwort zuschrieb: „Ich bin im besagten Café. Machen wir einen Treffpunkt aus: Wir stehen beide auf und gehen zu dem einen leeren Tisch an der Wand vor dem Eingang.“
Sie wartete einige Zeit, plötzlich stand ihr Wohnblock-Nachbar auf und ging zu dem ausgemachten Tisch.
„Mein Gott,“ dachte sie, „diesen Typen einmal besser kennen zulernen, ist ja irre. Und ich dachte, diese Chance würde mir nie gegeben werden.“
Sie ging zu ihm und stellte sich vor: „Hi, ich bin Rachel, deine Nachbarin, wie du sicherlich schon weißt...“
„Hi Rachel, ich bin Tobias, freut mich dich kennen zulernen. Unsere Eltern geben uns ja nicht die Möglichkeit uns kennen zu lernen. Übrigens bist du von Nahem ja noch hübscher, als von der Weite, wie ich dich immer sehe...“
Errötend sah sie ihn an. Auch er war recht ansehnlich. An diesem Nachmittag hatten sie sich sehr viel zu erzählen und beide hatten sich vom ersten Augenblick an ineinander verliebt.
Am frühen Abend begaben sich beide nach Hause. Vor ihrem Wohnhaus verabschiedeten sie sich.
Rachel hatte dies so gewollt, denn ihre Eltern würden nicht gerade Freudensprünge machen, würden sie Rachel und Tobias zusammen sehen. Das Café wurde im Laufe der Zeit zum beliebten Treffpunkt der Beiden und ihre Liebe wuchs von Stunde zu Stunde, von Tag zu Tag, egal ob sie sich sahen oder gegenseitig vermissten.
Als sie sich eines Abends nun vor ihren Appartements verabschiedeten, innig küssend, ging plötzlich eine Tür auf und Rachels Vater kam heraus. Als er die beiden nun so ineinander verschlungen sah, verzog sich sein Mund vor Hass und seine Haut ergraute. „Du Bursche, wie konntest du dich an meiner Tochter vergreifen?“, so sprach er und zog seine Tochter mit Gewalt weg von Tobias. Tobias hatte sich zwar vor diesem Tage noch nie ernsthaft mit jemandem geprügelt, aber nun riss er Rachel an sich, sie verbarg sich hinter ihm, und er drosch nun mit einer solche Kraft und Aggressivität auf Rachels Vater ein, dass Rachel vor Angst laut aufschrie und ihren Freund daran hindern wollte, ihrem Vater noch mehr Schaden zuzufügen, doch vergeblich.
Tobias holte zu einem letzten Schlag aus, der den Kiefer des nun zerbrechlichen Mannes traf und den Kopf knacksend an die Wand schlagen ließ.
„Mein Gott! Was hast du getan?!!“, schrie Rachel fassungslos Tobias an. Mittlerweile waren auch etliche Nachbarn am Schauplatz angelangt und die Polizei war auch schon gerufen worden.
Tobias nahm Rachel in die Arme und flüsterte ihr zu: „Lass und schleunigst von hier verschwinden, Liebling. Wir sind hier fertig.“ Völlig willenlos ließ sie sich mitziehen, ihr Vater war, so wie es aussah, tot.
Wie sollten sie beide jemals wieder glücklich zusammen sein können?
Tobias wurde nun gesucht....
Und mit ihm Rachel.
Die Wochen vergingen, man hörte nichts mehr von den Beiden. Sie hatten sich den Strassenkindern angeschlossen, waren völlig verkommen und man hatte ihnen Heroin und etliche andere Drogen angedreht. Ihnen ging es schlecht, sie wünschten sich ins Nirvana, was sie aber hier hielt, war die Hoffnung nach einer Rückkehr in die Gesellschaft. Auch Rachel hatte sich wieder von dem Schock, ihren Vater tot zu sehen, erholt. Und sie und Tobias hatten ein Denkmal für ihren Vater errichtet: Ein kleiner Schriftzug, der nun die Friedhofsmauer zierte.
Rachel besann sich nach einiger Zeit eines Besseren, sie wollte von dem Strassenleben und den Drogen wegkommen. Doch Tobias war nicht Willens genug, sein Leben wieder zum Guten zu verändern. Rachel ging mit Tobias sogar eine Weile in eine Gruppe für Drogenabhängige, doch viel halt das Tobias nicht...
Rachel war verzweifelt, sie hatte sich von den Drogen lösen können, doch Tobias war nicht mehr für sie da, er war entweder im Drogenrausch oder zitterig und nicht ansprechbar.
Für sie war er nicht mehr da.
Eines nachts, Rachel hatte am Tag zuvor zum ersten Mal wieder ihre Mutter besucht, und kam an diesem Abend auch sehr spät wieder zu ihrem Gruppenversteck. Aber Tobias war nicht da, wie eigentlich ausgemacht. Sie hatte ihn in letzter Zeit auch seltenst einmal aus den Augen gelassen, da sie fürchtete, er würde in seinem Drogenrausch auf schreckliche Ideen kommen. Sie machte sich große Sorgen. Nach Mitternacht kam er endlich, aber wie er aussah.
Bevor sie beide einschliefen setzte er noch eine Spritze an. Rachel konnte dagegen nichts mehr tun und wollte das auch nicht. Sie wusste nur zu gut, wie es ihm ohne Schuss erging.
Morgens wachte sie etwas früher als gewöhnlich auf, irgendetwas stimmte nicht.
Neben ihr lag Tobias.
Sie nahm seine Hand und erschrak. Seine Hand war blutleer und kalt. Er war tot, hatte sich seinen goldenen Schuss gegeben.
Ihr Leben, ihr Sinn...wo war er nun?
Voller Gram, voller Trauer, vegetierte sie einen Tag lang vor sich hin. Am Abend ging sie.
Freunde hatten sie an diesem Abend das letzte Mal gesehen, wie die Polizei herausbekam.
Eine Woche später fand ein Paar beim Sonntagsspaziergang eine Leiche unter einer Brücke.
Die Polizei konnte die Leiche nicht identifizieren, man fand nur ein Stück Papier in der Hosentasche der Leiche, worauf geschrieben stand:
Liebe Ma,
es tut mir Leid, dass ich nun doch aufgegeben habe. Angel ist nun im Himmel, dein Angel. Ich schaue ab heute von oben zu dir herunter.
Ich wünschte, es hätte nie den Streit zwischen Pa und unseren Nachbarn gegeben. Und das nur wegen unserem Tiefgaragenplatz. Wie lächerlich kann ein Problem sein, durch das deine Tochter so leiden musste. Ich habe dir doch von dem Sohn der Nachbarn, Tobias, erzählt.
Ja, er war mein Leben!
Aber letztendlich habt ihr Erwachsenen unaufmerksam ihn zugrunde gerichtet. Und mich...
Ich liebe dich, Ma.
Wir sehen uns im Himmel!
Indessen hatte sich Rachels Mutter große Sorgen gemacht, wo ihre Tochter denn bleibe.
Rachel hatte ihr nach dem letzten Treffen versprochen, dass sie sich in drei Tagen wieder treffen werden.
Sie wandre sich an die Polizei, ihr wurde aber gesagt, dass auch sie nicht Bescheid wüssten, wo ihre Tochter steckte. Verzweifelt überwand sie nun endlich einmal die Streitgeschichte mit ihren Nachbarn und klingelte bei ihnen an der Wohnungstür. Sie wurde von Tobias Mutter freundlich aufgenommen.
Diese hatte wohl gesehen, wie elend es Rachels Mutter ging.
Von Woche zu Woche lernten sich diese beiden, kurz zuvor noch zerstrittenen, Frauen kennen und wurden über das Verschwinden ihrer beiden Kinder beste Freundinnen. Zusammen überlebten sie ihrer beider Schicksal.










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solange menschen denken tiere können nicht leiden,müssen tiere leiden,weil menschen denken...think about it....
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Suddenly you died before death.
Thanks for your Help....
mein eng ist sch.... ^^
ich versteh dich ja immer
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Suddenly you died before death.
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Everything is lost... even the hope...
*AnimeChile new club!!!
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Life is a state of mind...
I'm going there for the first time in less than a month.
:3
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SHEET SHEET.
Ich finde deine fotografien sehr ausdrucksstark
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